Vom Versuchsballon zum Volltreffer
Der erste Einführungskurs in das meditative Bogenschiessen fand 2017 in Niederlenz statt und war gewissermassen ein «Versuchsballon». Die Teilnehmenden waren begeistert von diesem «neuen» kirchlichen Angebot und wollten mit dem Bogenschiessen weiterfahren. In der Folge treffen sich seither die Bogenschütz*innen jeweils einmal pro Monat an einem Samstagmorgen in Niederlenz.
Wirft man einen Stein ins Wasser, so breiten sich die Wellen in Ringen aus. So führte der Weg des Bogens bereits zu «Filialen» des meditativen Bogenschiessens in den Kirchgemeinden Buchs-Rohr, Frick und Birmenstorf-Gebenstorf-Turgi entstanden, wo ebenfalls monatliche Treffen angeboten werden.
Wer möchte, kann also an 4 Terminen im Monat die Pfeile fliegen lassen. Die einzelnen Gruppen sind «durchlässig» für Bogenschiessende aus andern Kirchgemeinden und neu Interessierte. Da an jedem Durchführungsort eine ähnliche «Philosophie» gepflegt wird, fühlt sich niemand fremd oder Aussenseiter, auch wenn er/sie sich zum ersten Mal dort einfindet.
Das Angebot des meditativen Bogenschiessens ist niederschwellig: Pfeil und Bogen in unterschiedlichen Stärken stehen zur Verfügung. Es besteht keine «Vereinsverpflichtung» und die Religions- bzw. Konfessionszugehörigkeit spielt keine Rolle – es zählt nur die Freude am gemeinsamen Bogenschiessen. Die Teilnahme pro Anlass inkl. Getränke (Kaffee/Mineral) und Snack kostet Fr. 10.00.
Beim Bogenschiessen sind zahlreiche Verbindungen zum alltäglichen Leben erkennbar. Der Pfeil muss losgelassen werden, sonst fliegt er nicht. In jeder Lebensphase muss das Loslassen wieder neu vollzogen werden, sonst stellt sich keine Persönlichkeitsentwicklung ein. Meditative Impulse verschiedenster Art dienen dazu, zur Ruhe und bei sich selbst anzukommen.
Am Kirchenfest der Aargauer Landeskirche vom 13. September 2025 auf der Pferderennbahn in Aarau wurde das meditative Bogenschiessen einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Das Interesse von kleinen Kindern bis zu Senior*innen, von Frauen wie Männern war gross. Viele haben selbst einmal Pfeile fliegen lassen und das Ziel nicht verfehlt. Das zeigte, dass das meditative Bogenschiessen breite Kreise anzusprechen vermag und so zum «Volltreffer» wurde.
Im Namen der Bogengruppen Hans-Peter Ott


